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2. Der MBSR Kurs und gedankliches und emotionales Durcheinander

Eine häufig beschriebene Wirkung der Achtsamkeitsmeditation ist die innere Sortierung. Wir sitzen in der Stille und beobachten mit wacher Konzentration, was sich von Moment zu Moment in uns zeigt. Nach einiger Zeit des Übens können wir wahrnehmen, aha – da ist eine Körperempfindung, da ist ein Gedanke, da ist eine Gefühl bzw. eine Emotion und aha – so bedingen sich diese gegenseitig. Zu Weilen herrscht in der Innenwelt ein solches Chaos, dass wir erst einmal eine Zeit lang praktizieren müssen, bis innere Ruhe und mehr Klarheit entsteht. Das lässt sich gut mit einer zu schüttelnden Schneekugel vergleichen, in welcher sich nach einiger Zeit des ruhigen Stehens die Schneeflocken am Boden absetzen und das Wasser klar wird. Bildlich gesprochen können wir dann in diesem klaren Wasser besser sehen, was da so vorbeischwimmt. Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle. Wir üben uns entschlossen und beharrlich darin die Bewertungen zu diesen Phänomenen immer mehr los zu lassen und einfach nur zu beobachten. Das kann nach einiger Zeit des Praktizierens zu einer außerordentlich wohltuenden inneren Sortierung führen, was sich auch in der strukturierteren Gestaltung des Alltages niederschlagen kann.

Übersicht: Wie wirkt MBSR?